Hier finden Sie Berichte über Aktionen, die vom AK Flucht & Asyl durchgeführt/unterstützt wurden.

von Anna-Katharina Sonnemann 12. Februar 2026
siehe dazu auch den ausführlicheren Artikel auf der Webseite von Norbert Leistner: https://norbert-leister.de/2026/02/06/schuld-sind-immer-die-gefluechteten-rechtsextreme-veraendern-die-gesellschaftliche-wahrnehmung/
von Anna-Katharina Sonnemann 22. Januar 2026
Wie bereits in den vergangenen Jahren haben wir auch dieses Jahr im Januar in meinen verschiedenen Deutschkursen gemeinsam gemutschelt. Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen, neben Grammatik und Wortschatz auch Traditionen sowie kulturelles Wissen zu vermitteln. So fand am Dienstag, den 13. Januar, das Mutscheln in der Erwin-Seiz-Straße statt. Zehn Schülerinnen und Schüler aus Kamerun, Togo, Afghanistan, der Ukraine und Guinea nahmen daran teil. Zu Beginn erzählte ich die Geschichte der Mutschel: ihr Alter, ihre Bedeutung und die Symbolik ihrer Form. Die Erhebung steht für den Reutlinger Hausberg Achalm, der Kranz symbolisiert die ehemalige Stadtmauer und die acht Zacken repräsentieren die Handwerkszünfte. Außerdem gab ich einen Überblick über die Geschichte Reutlingens – von der Entstehung über die Stadtgründung und Industrialisierung bis hin zum Zweiten Weltkrieg und der Entwicklung zur neuntgrößten Stadt Baden-Württembergs. Auch die verschiedenen Stadtteile kamen zur Sprache. Im Anschluss begannen wir mit den traditionellen Spielen. Zunächst spielten wir die große und die kleine Hausnummer, bei denen die Schülerinnen und Schüler ihre Zahlenkenntnisse festigen konnten. Danach folgte das Spiel „21“, bei dem sie auf Deutsch rechnen mussten, und zum Abschluss spielten wir das „Nacket’s Luisle“. Alle hatten großen Spaß, und das gemeinsame Lachen war für die oft traumatisierten Geflüchteten eine wohltuende und heilsame Erfahrung. Am Mittwoch, den 14. Januar, wurde auch im Deutschkurs in der Allensteiner Straße gemutschelt. Dort nahmen erneut Lernende aus Afghanistan, Togo, Kamerun, der Ukraine und Syrien teil. Viele äußerten den Wunsch, diese Spiele künftig auch mit ihren Freunden auszuprobieren. Ein weiterer kleiner, aber wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gelungenen Integration. Viele Grüße Ingrid
27. Februar 2025
Alternativer Neujahresempfang Reutlingen
von Anna-Katharina Sonnemann 27. Februar 2025
Am Nachmittag des 23.12.2024 haben Mitglieder des Netzwerks Vielfalt Oferdingen einen kleinen Weihnachtstreff in der Unterkunft organisiert. Bei Kinderpunsch, Plätzchen und Gebäck tauschten wir uns zu den verschiedenen Festen aus, die im Dezember in Afghanistan und Deutschland gefeiert werden. Auch die Besonderheiten der deutschen Weihnachtsmärkte waren Thema ebenso wie die typischen Speisen und Getränke, wie zum Beispiel der "warme Wein", der dort ausgeschenkt wird.
von Anna-Katharina Sonnemann 27. Februar 2025
Am Donnerstag, 13.02.2025, fand das erste Begegnungscafé des Jahres in Oferdingen statt. Insgesamt zehn Personen tauschten sich bei Tee und Kuchen munter auf Deutsch, Englisch, Französisch und Dari aus. Die Themen reichten vom Busstreik über den Schneefall bis hin zur Wohnungssuche. Zudem konnten gemeinsam verschiedene technische Probleme gelöst und Fragen zu Formularen beantwortet werden. Das Begegnungscafé soll nun wieder monatlich stattfinden.
von Anna-Katharina Sonnemann 29. Januar 2025
„Wir stellen unseren Antrag, egal, wer zustimmt“ Mit diesem Satz ist die Brandmauer gefallen!! Wir sind erschüttert über die jüngsten Morde an unschuldigen Menschen in Aschaffenburg, Magdeburg und Solingen. Wir verurteilen die Gewalt aufs schärfste und wünschen uns von der Polizei, den Ermittlungsbehörden und den politisch Verantwortlichen umfassende Analysen der Ursachen dieser Gewaltakte und dann dazu passende Maßnahmen, um für die Zukunft Bedrohungen dieser Art besser begegnen zu können. aber: Es gab keinen Grund, für überstürzte und nicht durchdachte Anträge und Gesetzes-Initiativen so kurz vor der Wahl!! Soweit bisher bekannt, ist der Täter von Aschaffenburg ein psychisch kranker Mensch, der nicht ausreichend medizinisch versorgt war. Die Diskussion könnte sich also durchaus darum drehen, wie wir mit gewaltbereiten psychisch kranken Menschen umgehen, wie wir deren Freiheitsrechte gegen den Schutz anderer vor Gewalt abwägen. Es könnte um verbesserte medizinische Versorgung psychisch kranker Menschen gehen, um ausreichende Aufnahmekapazitäten für stationäre Behandlung, vielleicht auch darum, Gefahrenpotentiale rechtzeitig zu erkennen und verbesserte Prävention. All dies sollten wir in Ruhe bedenken und entscheiden. Der Täter war aber auch afghanischer Herkunft. Und nun wird statt dessen eine Diskussion entfacht, als sei seine Nationalität die Ursache für seine Tat. Das ist unlogischer Unsinn. Die Vorschläge zur Zurückweisung asylsuchender Menschen an den Grenzen und für dauerhafte Grenzkontrollen gehen an der tatsächlichen Problematik vorbei. Sie hätten keinen der Anschläge verhindern können. Sie bieten nur Scheinlösungen, sind weder verfassungskonform noch überhaupt praktisch umsetzbar. Diese Vorschläge richten aber immensen politischen Schaden an: Sie bestärken pauschale Vorurteile gegen alle geflüchteten Menschen. Sie vertiefen Gräben und schüren Ängste. Die AfD sieht sich in ihrer eigenen migrantenfeindlichen Politik bestätigt und jubelt, Union und FDP quasi auf ihre Linie gebracht zu haben. Wenn demokratische Parteien meinen, sie könnten mit rechtsextremen Kräften partiell gemeinsam agieren, dann ist das brandgefährlich. Jetzt ist die Zeit, dazu deutlich „Nein“ zu sagen. Noch haben wir die Wahl. Migration ist ein komplexes Thema und eine Herausforderung unserer Zeit. Es gab sie schon immer, aber unsere heutige Mobilität und weltumspannende Kommunikation machen sie natürlich leichter. Und unsere weltweit vernetzten Wirtschaftsstrukturen legen nahe, dass nicht nur Waren, Rohstoffe und Geld um die Welt zirkulieren, sondern auch Menschen. Das ist nicht leicht für die Gesellschaften, deren Struktur sich verändert, wenn Gebildete und Arbeitskräfte abwandern oder Hilfe- und Schutzbedürftige zuwandern, Familien weniger tragfähig werden, Sprache und Tradition nicht von allen geteilt werden. Wir brauchen dafür aktive Gestaltung, internationale Kooperation, kluge Gesetze und Regelungen, die Beteiligung von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Bevölkerung. Was wir nicht brauchen, sind pauschale Abwertung und Ausgrenzung, Verdächtigung und Vorverurteilung, Schutzverweigerung und Mauern oder Stacheldrahtzäune um unser Land. AK Flucht und Asyl Reutlingen, Bündnis für Menschenrechte Reutlingen
von Anna-Katharina Sonnemann 28. Januar 2025
Der schwäbische Maori-Tätowierer Volker Kloth erzählt von der Maori Kultur und warum es in seinem Studio keinen Platz für Rassismus gibt. Menschen aus aller Welt lassen sich die Kunst der Maori auf ihrem Körper von Volker Kloth stechen. Er setzt sich für Menschenrechte ein und findet: Rassismus hat bei ihm keinen Platz! Die Veranstaltung findet am 20.03.2025 um 18:00 Uhr im Kunstmuseum Reutlingen ( Spendhausstraße 4, 72764 Reutlingen) statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Sie wollen mehr über Volker Kloth und seine Arbeit erfahren? Hier kommen Sie zu seiner Website: https://www.kaha-atelier.com/
von Anna-Katharina Sonnemann 13. Dezember 2024
Weihnachtsbrief 2024
13. Dezember 2024
Zum Tag der Menschenrechte zeigte das Bündnis für Menschenrechte Reutlingen am Nachmittag des 10. Dezember auf dem Marktplatz eine Ausstellung zu den Menschenrechten mit Plakaten des Künstlers Jochen Stankowsky, die dieser für die Kampagne des Stuttgarter Bürgerprojekts Anstifter geschaffen hatte. Mitglieder des Bündnis für Menschenrechte verteilten Info-Flyer und standen Passanten für Fragen und Gespräch zur Verfügung. Außerdem warben sie für die für Freitag 17.00 geplante Veranstaltung des Bündnisses zum Thema Fluchtroute Mittelmeer auf dem Marktplatz. Die Veranstaltungsreihe des Bündnis für Menschenrechte ( jeden dritten Freitag, 17.00 auf dem Marktplatz) wird auch im neuen Jahr fortgesetzt. Menschen verschiedener Altersgruppen blieben interessiert stehen. Eine Gruppe junger Syrer gab ihrer großen Hoffnung Ausdruck, dass die Menschenrechte jetzt auch in ihrer Heimat endlich geachtet werden. Verena Nerz
6. Dezember 2024
Am 29. November 2024 fand die MIKADO Fachkonferenz in Berlin statt, eine Veranstaltung, die sich mit der Unterstützung von Frauen, insbesondere aus Migrationshintergrund, im Bereich der Digitalisierung beschäftigte. Während der fünfstündigen Konferenz, an der sowohl vor Ort in Berlin als auch online zahlreiche Frauen teilnahmen, wurden die Ziele und Aufgaben von MIKADO ausführlich vorgestellt.
Weitere Beiträge

Vortrag

Pangäa- eine hoffnungsvolle Zukunft

„Es war einmal, es war kein Mal, an einem Ort zu einer Zeit, bis es einmal war.“


In einem Vortrag mit anschließender Buchvorstellung und Lesung möchte Roula Al Sagheer jungen Menschen ihr Werk präsentieren.

„Was Lina im Krieg und auf dem Fluchtweg erlebt hat ist unausdenkbar. Trotz allem wagt sie von einer hoffnungsvollen Zukunft zu träumen. 100 Jahre später

werden ihre Träume wahr. Ihre Urenkelin Amal erzählt vom Wiederaufbau Pangäas (Mutterkontinent), dem neuen Syrien.

In einem spannenden Wechsel in Zeitebenen werden Einblicke in das Leben der Kriegsgeneration und ihrer Nachkommen gegeben.


Freitag, 27.09.2024, 17:00 bis 19:00 Uhr

Haus der Jugend, Museumstraße 7

Für KonfirmandInnen und SchülerInnen ab der 5. Klasse


Um Anmeldung wird gebeten:

anna.sonnemann@diakonie-reutlingen.de

Ein Tropfen Hoffnung -

damit Nigerias Kinder eine Zukunft haben


Gabriele Ayivi berichtete am 18.07.2024 in der Citykirche Reutlingen von ihrem Projekt Olileanya.


Spannende Fakten, die aktuelle politische Lage und Fotos über die Entstehung und den Werdegang ihres Projektes fesselten das Publikum.


Im Anschluss an den Vortrag konnte man durch die in Nigeria hergestellten Produkte stöbern und diese erwerben.


Ein Büchertisch der Stadtbibliothek Reutlingen lud ein Bücher mit Bezug zu Nigeria und Afrika anzusehen.


Wenn Sie mehr über das Projekt Olileanya erfahren möchten,

dann klicken Sie hier


Olileanya e.V.

Internationaler Grillabend am 18.07.2024:



Das 3. Begegnungscafé in Oferdingen haben wir, passend zur Sommerzeit, kurzerhand in einen gemütlichen Grillabend umgewandelt.



Das Netzwerk Vielfalt Oferdingen stellte Grillgut und Getränke und die Gäste haben zum Beilagenbuffet beigetragen.




Insgesamt sind um die acht Personen aus der Unterkunft gekommen sowie weitere Personen, aus Kamerun und der Ukraine, die schon länger in Oferdingen oder auch in anderen Ortsteilen wohnen.


Im August macht unser Begegnungscafé Pause. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 19.09.2024, statt. 

2. Begegnungscafé am 20. Juni 2024:


Am Donnerstag, 20.06.2024, organisierte das Netzwerk Vielfalt Oferdingen das 2. Begegnungscafé im Ort.


Das Treffen war etwas weniger stark besucht als das erste, aber mit genauso viel Spaß und auch neuen Gesichtern.


 So war, neben mehreren Personen aus der Unterkunft in Oferdingen, auch eine afghanische Familie aus Sickenhausen mit dabei.

20 . Juni  2024: Weltflüchtlingstag
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Was würden Sie tun, wenn vor Ihnen 600 Menschen zu ertrinken drohen?


Mit diesem auf den Boden geschriebenen Satz machten der Arbeitskreis Flucht & Asyl, das Bündnis für Menschenrechte, der Diakonieverband Reutlingen und die Seebrücke Reutlingen am Weltflüchtlingstag

auf sich aufmerksam. Vor der Citykirche Reutlingen waren verschiedene Infostände zu Themen Flucht & Asyl aufgestellt. Im besonderen Fokus lag dieses Jahr die Seenotrettung.

Neben Infomaterialien konnten die Fußgänger Kerzen zum Gedenken an die Verstorbenen anzünden,

Rosen als Symbol niederlegen oder ins Gespräch mit den o.g. kommen.  Auch für die jungen Menschen gab es Straßenkreide zum Malen oder Papier zum Falten von Booten.

15. Mai 2024: 75 Jahre Grundgesetz


Das sollte auch in Reutlingen gefeiert werden, am 15. Mai um 18 Uhr im Bürgerpark bei der Reutlinger Stadthalle. Ein Bündnis aus Bürgern sowie Reutlinger Organisationen und Gruppen wie zum Beispiel die Liga der freien Wohlfahrtspflege, Theater Reutlingen Die Tonne, Jugendgemeinderat und Integrationsrat veranstalten eine Demonstration für die Werte des Grundgesetzes. Neben Interviews, Vorträgen und musikalischen Stücken waren auch Informationsstände z.B. vom AK Flucht & Asyl im Bürgerpark aufgebaut. Trotz Regen und Gewitter wurde das Grundgesetz ordentlich gefeiert.

1. Begegnungscafé am 8. Mai 2024:


Zum Auftakt startete das Netzwerk Vielfalt Oferdingen mit einem 1. Begegnungscafé am Mittwoch, 8. Mai 2024.


Das Treffen war gut besucht und hat uns geholfen, Menschen in unserer Gemeinde zusammenzubringen und die Bewohnerinnen und Bewohner der Geflüchtetenunterkunft bei uns willkommen zu heißen.


Bei Kaffee und Kuchen stellten sich alle in gemütlicher Runde vor und hinterließen auf der Weltkarte ein Fähnchen in ihrem Herkunftsland.



8. März 2024: Internationaler Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentages am Freitag, 8. März. 2024, haben Rednerinnen bei einer Kundgebung auf dem Reutlinger Marktplatz ein Zeichen gegen populistische, antidemokratische, antifeministische und europafeindliche Tendenzen gesetzt. Darunter auch die reutlinger Asyldiakonin Anna Sonnemann. Sie berichtet über geflüchtete Frauen und deren Probleme. Den Text der Rede können Sie hier nachlesen/hören:


Redetext